Gynäkomastie - Nürnberg
(Vergrößerte Brust beim Mann)

Die Gynäkomastie lässt sich mit einer Kombination aus Fettabsaugung und Entfernung des Drüsengewebes sehr gut korrigieren.

Manchmal ist unser Körper den Launen der Natur ausgesetzt, so auch die männliche Brust. Mit Einsetzen der Pubertät können hormonelle Umstellungen ein Ungleichgewicht verursachen, durch den sich beim heranwachsenden jungen Mann eine vergrößerte Brust entwickelt. Dies kann ein- oder beidseitig erfolgen. In vielen Fällen normalisiert sich dieser Zustand zum Ende der Pubertät von selbst. Es ist jedoch ratsam, bereits in einer frühen Phase den Kinderarzt oder einen Internisten aufzusuchen, um die weitere Entwicklung zu verfolgen und eventuelle hormonelle Abweichungen rechtzeitig zu erkennen. Wenn diese Veränderungen allerdings nicht nur vorübergehend sind und der Größen- und Formunterschied sehr groß ist, so entwickelt sich, gerade in dieser empfindlichen Lebensphase, ein erheblicher seelischer Leidensdruck. Der Sportunterricht oder ein Schwimmbadbesuch werden zu äußerst belastenden Situationen für den Heranwachsenden. Die Bandbreite dieser Entwicklungsstörung kann sehr groß sein und reicht von einer kleinen, kaum sichtbaren Verhärtung hinter der Brustwarze über stärkere, sichtbare Schwellungen ein- oder beidseitig bis hin zur vollen Ausprägung einer weiblichen Brust.

Sollte die Gynäkomastie jedoch schnell voranschreiten, wird eine Korrektur, sofern erwünscht, wahrscheinlich unumgänglich sein. Sie können bereits in dieser Phase einen Plastischen Chirurgen konsultieren, der Sie umfassend über die verschiedenen Korrekturmöglichkeiten informieren wird. Eine Operation wird in der Regel erst nach Abschluss des Wachstums erfolgen, in der Regel mit Erreichen der Volljährigkeit. Ob und wann etwas korrigiert werden soll ist alleine Ihre Entscheidung und hängt von Ihrem Leidensdruck ab.

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die zu einer Gynäkomastie führen. In der Regel wird man bei Jugendlichen gar keine krankhaften Veränderungen feststellen können. In einigen Fällen werden Hormonbestimmungen Abweichungen zeigen, die unter Umständen in Absprache mit einem Internisten (Endokrinologen) behandelt werden müssen. Auch können krankhafte Veränderungen verschiedener Drüsen Ursache sein, so dass eine sorgfältige Untersuchung ratsam ist. Eine Gynäkomastie kann auch bei starkem Übergewicht vorgefunden werden. Hier ist der Drüsenanteil eher gering, die Brust besteht größtenteils aus Fett. Hier ist eine Normalisierung des Gewichtes in erster Linie anzustreben.Bei älteren Menschen kann die Gynäkomastie auch als Nebenwirkung verschiedener Medikamente entstehen. Der Zustand könnte sich u.U. durch eine Umstellung der Medikation bessern. Ansonsten gilt, gerade bei Erwachsenen und einem plötzlichen, meist einseitigem Auftreten der Gynäkomastie auszuschließen, dass es sich um einen krankhaften Prozess der Brust handelt, da 1% der Mammakarzinome bei Männern auftreten können. In diesen Fällen ist die Mitbetreuung durch einen Frauenarzt oder ein Brustzentrum unumgänglich.

Durch die operative Korrektur der Gynäkomastie, bestehend aus einer Entfernung des Drüsenkörpers kombiniert mit einer Fettabsaugung der gesamten Brustwandregion kann dieser Zustand korrigiert werden, was mit einer Steigerung des Selbstwertgefühls einhergeht.

Was geschieht beim ersten Beratungsgespräch?

Im Vorfeld der Erstberatung sollten die erforderlichen Voruntersuchungen beim Internisten, Urologen oder Frauenarzt/Brustzentrum erfolgen. Anhand der Blutwerte können Hormonabweichungen festgestellt werden. Weitere körperliche Untersuchungen geben Auskunft über die inneren Organe. Möglicherweise wird eine Ultraschalluntersuchung der Brust oder eine Mammographie erforderlich sein. Wenn Sie schon Befunde haben, bringen Sie bitte diese mit. Im Rahmen des Beratungsgespräches werden Sie eingehend körperlich untersucht, die unterschiedlichen OP Techniken erklärt und deren Vor- und Nachteile besprochen.

Ziel einer Korrektur bei der Gynäkomastie ist, das vergrößerte Drüsengewebe zu entfernen und die Umgebung mittels Fettabsaugung so zu ebenen, damit keine Stufen, Dellen oder Einziehungen resultieren. Sollte die Gynäkomastie allein durch Fettgewebe verursacht sein, so reicht eine alleinige Liposuction aus (siehe Kapitel Fettabsaugung). Bei erheblich vergrößerten Brüsten mit einem erschlafften Hautmantel wird eine zusätzliche Straffung erforderlich sein. Im Gegensatz zu Frauen, die Narben an der Brust durch einen BH oder Bikinioberteil verbergen können, ist dies bei Männern nicht möglich. Aus diesem Grund streben wir in den meisten Fällen an, den Schnitt lediglich um den Warzenhof zu legen (sog. periareoläre Straffung), da er hier am unauffälligsten ist. Alle Operationstechniken berücksichtigen, dass die Durchblutung und das Gefühlsempfinden der Brustwarze erhalten bleiben.

Im Anschluss daran werden Sie zu medizinischen Dokumentationszwecken fotografiert und Ihre Bilder werden mit Ihnen am PC besprochen. Zum Schluss erfolgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch über die Operationstechnik, die in Ihrem Fall zur Anwendung kommt. Ihnen werden ausführliches Anschauungsmaterial und postoperative Verhaltensregeln nach Hause mitgegeben.

Was geschieht vor der Operation?

Wenn Sie sich für die Operation entschieden haben, findet ein weiteres Gespräch statt, bei dem Sie Ihrem Arzt alle Fragen stellen sollten, die Sie noch haben. Im Rahmen dieses Gespräches werden Sie auch Ihre Einwilligung zur Operation schriftlich geben. Ggf. wird bei Ihnen eine Mammographie oder Ultraschalluntersuchung der Brust durchgeführt werden.

Eine Korrektur der Gynäkomastie wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Kleinere Eingriffe können auch unter örtlicher Betäubung und Dämmerschlaf vorgenommen werden. Die Behandlung kann sowohl ambulant als auch stationär erfolgen. Im Vorfeld der Operation werden Sie bei Ihrem Hausarzt die erforderlichen präoperativen Untersuchungen durchführen lassen. Mit den Ergebnissen werden Sie sich beim Narkosearzt vorstellen und über die Narkose informiert.

Kurz vor der Operation sollten Sie darauf achten, dass Sie sich in einer guten gesundheitlichen Verfassung befinden. Das Rauchen sollte 4 Wochen vor dem Eingriff auf ein Minimum reduziert werden, um dadurch bedingte Risiken zu verringern. Ebenso sollten Sie 2 Wochen vor dem Eingriff keine aspirinhaltigen Präparate einnehmen, da sie zu einem erhöhten Blutungsrisiko führen. Im Rahmen der Aufklärungsgespräche werden Sie sowohl von Ihrem Operateur als auch von Ihrem Anästhesisten über weitere erforderliche Verhaltensregeln informiert.

Was geschieht während des Klinikaufenthaltes?

Sie werden am Tag der Operation im Krankenhaus aufgenommen. Präoperativ erfolgt die Anzeichnung.

Während des Eingriffs erfolgen gemäß vorausgegangener Planung die Entfernung des Drüsengewebes sowie die Fettabsaugung an der gesamten Brustwand. Bei Bedarf wird zusätzlich eine Straffung des Hautmantels vorgenommen. Das Ergebnis beider Seiten wird mehrmals kontrolliert und auf eine perfekte Symmetrie geachtet. Die Wunden werden mit feinen, selbstauflösenden Nähten verschlossen, die neben der Nahttechnik die Bildung feiner Narben unterstützen. Die postoperative Kompression der ganzen Brustwand ist außerordentlich wichtig, um einer Schwellneigung entgegenzuwirken und die Schrumpfungstendenz der Haut zu unterstützen. Hierzu erhalten Sie ein Kompressionsmieder. Sie werden die Brustregion intensiv kühlen und noch am selben Tag aufstehen, um den Kreislauf „in Schwung“ zu bringen und das Thromboserisiko zu verringern. Die weitere Nachsorge erfolgt in der Praxis.

Was ist nach der Gynäkomastiekorrektur zu beachten?

Alles was Sie für die postoperative Nachsorge benötigen, erhalten Sie von uns (schmerzstillende und abschwellende Medikamente, ggf. Antibiotika). Wir sind für Sie immer telefonisch erreichbar. In den ersten Tagen sollten Sie sich schonen. Bewegungen aus dem Ellenbogen sind erlaubt, das Heben des Armes über die Waagerechte sollte allerdings vermieden werden. Sie müssen anfangs auf dem Rücken schlafen. Das Kompressionsmieder werden Sie während der ersten 6 Wochen durchgehend tragen. Duschen sollten Sie bis zum 1. Verbandswechsel nur von der Taille abwärts. Es wäre von Vorteil, wenn sich jemand in den ersten Tagen um Sie kümmert. Eventuell entstandene Schwellungen und Blutergüsse bilden sich in den ersten 2 Wochen zurück. Während der ersten 2 Wochen dürfen Sie nicht selber Auto fahren.

Sobald die Wunden verheilt sind, können Sie mit der Narbenpflege anfangen. Wir werden Sie genau anleiten und Ihnen geeignete Salben empfehlen. Die Hautnarbe wird nach Ablauf von einigen Wochen blasser und verstreicht mit der Umgebung. Es ist sehr wichtig, die Narben vor direkter Sonneneinstrahlung im ersten Jahr zu schützen. Falls bei Ihnen eine Straffung erforderlich war, so werden sich die feinen Hautfalten um den Warzenhof in den folgenden 2-3 Monaten glätten. Leichtere Tätigkeiten können Sie ausführen, größere Anstrengungen und das Heben von Lasten über 10 kg sollten Sie jedoch für mehrere Wochen vermeiden. Sport ist nach Absprache mit Ihrem Arzt wieder nach etwa 4-6 Wochen erlaubt. Sauna- und Dampfbadbesuche sollten Sie für 3 Monate vermeiden.

Mit welchen Risiken ist zu rechnen?

Die Korrektur bei der Gynäkomastie ist eine Routineoperation und in den Händen eines erfahrenen Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit wenigen Risiken behaftet. Im Rahmen eines ausführlichen präoperativen Aufklärungsgespräches werden Sie über allgemeine und spezielle Risiken aufgeklärt. Wie bei jeder anderen Operation kann es zu Blutergüssen, Schwellungen oder einer Entzündung kommen. Bei einer allgemein guten Gesundheitslage, unter Antibiotikaprophylaxe, sorgfältiger Blutstillung und einer schonenden Operationstechnik sind diese Risiken jedoch gering. In seltenen Fällen können Durchblutungs- oder Gefühlsempfindungsstörungen der Brustwarze auftreten.

Sollten Sie zu einer Risikogruppe gehören wie z.B. Raucher, Patienten mit Zuckerkrankheit oder Gerinnungsstörungen, so könnte eine verzögerte Wundheilung die Folge sein. Daraus resultierende auffällige Narben können jedoch zu einem späteren Zeitpunkt mit einem geringen Aufwand korrigiert werden. Insgesamt handelt es sich um eine komplikationsarme Operation mit einem hohen Grad an Effizienz und Sicherheit.

Ihr neues Aussehen

Bei richtiger Indikation und Durchführung ist die Korrektur der Gynäkomastie ein Eingriff, der ein hohes Maß an Zufriedenheit mit sich bringt und Ihnen ein neues Körperbewusstsein und Selbstwertgefühl gibt.

dr. radu + partner
0911 - 5192519

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Mitglieder in der Deutschen Gesellschaft
der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen