Fettabsaugung - Nürnberg
(Liposuction)

Die Entfernung lokalisierter und überschüssiger Fettansammlungen bringt Ihnen eine deutliche Verbesserung des Erscheinungsbildes.

Trotz Sport, gesunder Ernährung und sündhaft teurer Cremes quälen uns häufig lästige Fettpölsterchen. Hartnäckig verharren sie in Form von „Reiterhosen“, „Hüftgold“, Bäuchlein oder Doppelkinn trotz all unserer Bemühungen, sie wegzubekommen.

Wir tendieren alle dazu, uns an Schönheitsidealen zu orientieren und diese wiederum ändern sich mit der Zeit. Die Medien suggerieren uns heutzutage, dass ein attraktiver Körper eher schlank und durchtrainiert sein sollte. Die Haut ist straff, die Muskulatur zeichnet sich gut ab und nirgends stören Fettpölsterchen oder Cellulite das perfekte Bild. Der Blick in den Spiegel zu Hause wird jedoch oft einige der genannten Attribute vermissen lassen.

Eine Fettabsaugung (Liposuction) kann durch eine dreidimensionale Modellierung der betreffenden Körperregion eine erhebliche und dauerhafte Verbesserung der Körperproportionen erreichen und damit zu einer Steigerung des Selbstbewusstseins beitragen.

Was geschieht beim ersten Beratungsgespräch?

Im Vorfeld der Erstberatung sollten Sie sich überlegen, welche Regionen Sie am meisten stören, und welche Erwartungen Sie an die Operation haben.

Im Rahmen des Beratungsgespräches werden Sie eingehend körperlich untersucht und über das geeignete Behandlungsverfahren und Alternativen sowie deren Vor- und Nachteile aufgeklärt.

Wenn umschriebene Fettansammlungen ohne größere Hautüberschüsse vorhanden sind, und Ihre Hautelastizität gut ist, eignen Sie sich bestens für eine Liposuction. Dieses Verfahren ist keine Alternative zur Gewichtsreduktion und auch keine Behandlung der Fettsucht. Liegen bei Ihnen zusätzlich größere Hautüberschüsse vor, z.B. nach massiver Gewichtsreduktion, müssten diese ggf. zusätzlich entfernt werden (siehe Kapitel Bauchdeckenstraffung, Oberschenkelstraffung, Oberarmstraffung).

Im Gegensatz zu früher betrachtet man heute nicht mehr einzelne Partien isoliert (z.B. Reiterhosen oder Unterbauch), sondern es werden ganze, zusammenhängende Regionen und derer Umgebung analysiert und in bildhauerischer Feinarbeit in einer Sitzung dreidimensional modelliert, was den Begriff des „Bodysculpturing“ geprägt hat.

Das Prinzip der Fettabsaugung beruht darauf, dass die zu behandelnden Regionen zunächst mit einem speziellen Flüssigkeitsgemisch eingespritzt werden, sog. Tumeszenztechnik. Nach entsprechender Einwirkzeit wird nun das so verflüssigte Fettgewebe über kleinste Einstiche mittels dünner Kanülen und einer speziellen Vakuumpumpe abgesaugt.

Nach der Fettabsaugung ist die Nachbehandlung von genau so großer Bedeutung, wie die Operation. Nach Entfernung des Fettgewebes muss sich die „lockere“ Hauthülle der neuen Körperform anpassen und schrumpfen. Das kann nur durch gleichmäßigen Druck von außen in Form eines Kompressionsmieders erfolgen. Für Sie wird bereits vor der Operation ein spezielles, auf die angestrebte Körperform angepasstes Mieder ausgesucht. Direkt nach der Operation wird es Ihnen angezogen und Sie werden es während der nächsten 6 Wochen durchgehend tragen. Sie dürfen das Mieder lediglich zum duschen und zur Körperpflege abnehmen. Das Mieder reduziert in der Anfangszeit die Schwellneigung und die blauen Flecken. Im weiteren Verlauf wird es während der Abschwellphase zu einer gleichmäßigen Schrumpfung der Haut führen.

Sie müssen eine intensive Hautpflege betreiben. Die Haut soll, sobald es Ihnen möglich ist, massiert werden. Dies kann beim Duschen mit einem Sisalhandschuh oder danach mit einer Pflegelotion erfolgen. Manchmal kann eine zusätzliche Lymphdrainage den Heilungsprozess beschleunigen.

Im Anschluss an das Beratungsgespräch werden sie zu medizinischen Dokumentationszwecken fotografiert und Ihre Bilder werden mit Ihnen am PC besprochen. Abschließend werden Ihnen ähnliche Fälle und die postoperativen Ergebnisse aus dem eigenen umfassenden Archiv gezeigt und mit Ihrem Ausgangsbefund verglichen. Zum Schluss erfolgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch über die Operationstechnik, die in Ihrem Fall zur Anwendung kommt. Ihnen werden ausführliches Anschauungsmaterial und postoperative Verhaltensregeln nach Hause mitgegeben.

Was geschieht vor der Operation?

Wenn Sie sich für die Operation entschieden haben, findet ein weiteres Gespräch statt, bei dem Sie uns alle Fragen stellen sollten, die Sie noch haben. Im Rahmen dieses Gespräches werden Sie auch Ihre Einwilligung zur Operation schriftlich geben.

Eine umschriebene Fettabsaugung kann in der Regel in örtlicher Betäubung und Dämmerschlaf durchgeführt werden. Werden mehrere zusammenhängende Regionen in einer Sitzung behandelt, ist eine Vollnarkose erforderlich. Der Eingriff kann sowohl ambulant als auch stationär durchgeführt werden. Im Vorfeld der Operation werden Sie bei Ihrem Hausarzt die erforderlichen präoperativen Untersuchungen durchführen lassen. Mit den Ergebnissen werden Sie sich beim Narkosearzt vorstellen und über die Narkose aufgeklärt.

Kurz vor der Operation sollten Sie darauf achten, dass Sie sich in einer guten gesundheitlichen Verfassung befinden. Das Rauchen sollte 4 Wochen vor dem Eingriff auf ein Minimum reduziert werden, um dadurch bedingte Risiken zu verringern. Ebenso sollten Sie 2 Wochen vor dem Eingriff keine aspirinhaltigen Präparate einnehmen, da sie zu einem erhöhten Blutungsrisiko führen. Im Rahmen der Aufklärungsgespräche werden Sie sowohl von Ihrem Operateur als auch von Ihrem Anästhesisten über weitere erforderliche Verhaltensregeln informiert.

Was geschieht während des Klinikaufenthaltes?

Vor der Operation erfolgt eine genaue Anzeichnung der abzusaugenden Regionen sowie der Einstichstellen, so dass diese später kaum wahrgenommen werden. Sie werden am Tag der Operation im Krankenhaus aufgenommen. Der Eingriff kann meist ambulant durchgeführt werden. Bei der Behandlung mehrerer Regionen und nach Entfernung größerer Mengen Fett ist eine Übernachtung in der Klinik angebracht.

Während des Eingriffes wird gemäß der Anzeichnung die Fettabsaugung an den entsprechenden Regionen vorgenommen (siehe auch die einzelnen Kapitel zur Fettabsaugung). Die Mengen der eingespritzten Flüssigkeit und des abgesaugten Fettgewebes werden nach einzelnen Regionen genau vermerkt und es wird auf eine perfekte Symmetrie und Formgebung geachtet. Das Ergebnis ist in hohem Maß von der Kunst und Erfahrung des Plastischen Chirurgen abhängig und erfordert viel Fingerspitzengefühl. Zum Schluss werden die Einstichstellen mit feinsten Nähten verschlossen und das Mieder angezogen. Die weitere Nachsorge erfolgt ambulant in der Praxis.

Was ist nach der Fettabsaugung zu beachten?

Alles was Sie für die postoperative Nachsorge benötigen, erhalten Sie von uns (schmerzstillende und abschwellende Medikamente, ggf. oder Spritzen zur Thromboseprophylaxe). Während der ersten 24 Stunden wird sich noch einiges an rötlich gefärbter Flüssigkeit über die Einstichstellen entleeren. Das ist normal. Am ersten Tag nach dem Eingriff erfolgt eine Kontrolluntersuchung. Sie dürfen das Mieder bis zum ersten Verbandswechsel nach fünf Tagen nicht ausziehen. Danach können Sie duschen und mit der Hautpflege beginnen. Wechselduschen und die Hautmassage mit einer reichhaltigen Feuchtigkeitslotion sind extrem wichtig, um so die Haut bei der Schrumpfung zu unterstützen.

Sie sollten sich nach der Operation viel bewegen. Eventuell entstandene Schwellungen und Blutergüsse bilden sich in den ersten Wochen nach der Operation in der Regel vollkommen zurück, das Hautgefühl regeneriert sich. Sonnenexposition der Narben ist in den ersten 6 Monaten zu vermeiden. Sport ist nach Absprache mit Ihrem Arzt wieder nach etwa 4-6 Wochen erlaubt. Sauna- und Dampfbadbesuche sollten Sie für 3 Monate vermeiden.

Mit welchen Risiken ist zu rechnen?

Die Fettabsaugung ist eine Routineoperation und in den Händen eines erfahrenen Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie mit wenigen Risiken behaftet. Im Rahmen eines ausführlichen präoperativen Aufklärungsgespräches werden Sie über allgemeine und spezielle Risiken aufgeklärt. Wie bei jeder anderen Operation kann es zu Blutergüssen, Schwellungen oder einer Entzündung kommen. Bei einer allgemein guten Gesundheitslage, unter Antibiotikaprophylaxe und einer schonenden Operationstechnik sind diese Risiken jedoch gering. Bei Patienten mit einer erhöhten Neigung zu Wassereinlagerungen könnte eine länger anhaltende Schwellneigung resultieren. Es könnten Dellen oder oberflächliche Unebenheiten entstehen, die jedoch durch das durchgehende Tragen des Mieders weitestgehend vermieden werden können. Kleinere Korrekturen können jedoch mit einem geringen Aufwand zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden. Wenn die Elastizität der Haut nicht ausreichend ist, könnten Hautüberschüsse verbleiben. Durch eine sorgfältige präoperative Planung kann dies jedoch verhindert werden.

Sollten Sie zu einer Risikogruppe gehören wie z.B. Raucher, Patienten mit Zuckerkrankheit oder Gerinnungsstörungen, so könnte eine verzögerte Heilung die Folge sein. In äußerst seltenen Fällen kann eine tiefe Beinvenenthrombose entstehen. Durch die Gabe von Medikamenten, welche die Blutgerinnung beeinflussen und der frühen Mobilisation wird das Restrisiko stark minimiert. Insgesamt handelt es sich um eine komplikationsarme Operation mit einem hohen Grad an Effizienz, Sicherheit und Patientenzufriedenheit.

Ihr neues Aussehen

Bei richtiger Indikation und Durchführung ist die Liposuction ein Eingriff, der Ihr Aussehen durch eine Harmonisierung der Körperproportionen nachhaltig positiv verändern wird. Sie werden ein neues Körperbewusstsein und Selbstwertgefühl entwickeln. Durch gesunde Ernährung, konstantes Körpergewicht, sportliche Betätigung und entsprechende Hautpflege können Sie dazu beitragen, dieses Ergebnis möglichst lange beizubehalten.

Seite weiterempfehlen
Seite Drucken