Sekundärrekonstruktion (zeitversetzter Wiederaufbau)

In manchen Situationen ist es sinnvoller, den Brustaufbau zeitversetzt vorzunehmen. Bedenken Sie, dass die onkologische Therapie Vorrang hat. Über die Prioritäten und dem daraus resultierenden zeitlichen Ablauf informiert Sie Ihr behandelnder Gynäkologe oder das Brustzentrum.

Wenn eine Sekundärrekonstruktion geplant ist, wird man den Abschluss der Tumortherapie (onkologische Behandlung) abwarten. Ist nach der Tumoroperation nur eine Chemotherapie erforderlich, kann der Aufbau nach ca. 4 Monaten erfolgen. Mussten Sie sich zusätzlich einer Bestrahlung unterziehen, muss ein Jahr nach deren Ende abgewartet werden, um eine ausreichende Abheilung des Gewebes sicherzustellen.

Ein zeitversetzter Aufbau kann ebenfalls mit Expandern und Implantaten (siehe Kapitel Brustrekonstruktion – Implantate) sowie mit Eigengewebe vom Rücken oder vom Unterbauch (siehe Kapitel Brustrekonstruktion – Eigengewebe) erfolgen. Auch hier sind die Ergebnisse der Rekonstruktion mit Eigengewebe, gerade nach stattgehabter Strahlentherapie, überlegen, denn sie liefern Ihnen ein kosmetisch ansprechenderes und langlebigeres Ergebnis.

Sollte eine Asymmetrie zwischen Ihrer gesunden und der rekonstruierten Brust bestehen, kann nach ca. 4 Monaten eine Angleichung erfolgen. Nach einer weiteren Abheilungsphase von 4 Monaten kann abschließend die Brustwarze (Mamille) aus dem eigenen Gewebe rekonstruiert und der Warzenhof anschließend pigmentiert werden.

dr. radu + partner
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der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen