Rekonstruktive Eingriffe

Verletzungen, Erkrankungen oder ausgedehnte Tumoroperationen können Defekte hinterlassen, die nicht mehr ohne Weiteres verschlossen werden können. Die rekonstruktive Plastische Chirurgie kann hier mit Hilfe konservativer und operativer Verfahren Abhilfe schaffen.

Wenn der Verlust von Gewebe einen sehr großen Defekt hinterlassen hat, kann mit Hilfe sog. Lappenplastiken, Gewebe aus der unmittelbaren Umgebung, aber auch von weiter entfernten Spenderarealen verwendet werden, um diesen zu verschließen.

Im Rahmen von Verletzungen können großflächige Ablederungen entstehen. Dabei können wichtige tiefere Strukturen wie Blutgefäße, Nerven, Sehnen oder Gelenke nicht mehr von Haut und Weichteilen bedeckt sein und dadurch dauerhaft geschädigt werden. Ebenso kann ein offener Bruch, bei dem der Knochen nicht mehr von Weichteilen bedeckt ist, zu einer schwerwiegenden Knochenentzündung führen.

Bei Tumoroperationen muss das erkrankte Gewebe radikal entfernt werden. Hierbei kann primär keine Rücksicht auf den entstehenden Defekt genommen werden. Wenn sich dieser konventionell nicht mehr verschließen lässt, muss ebenfalls durch Verschiebung von Gewebe aus der näheren Umgebung oder durch Verpflanzung von entfernten Spendergebieten eine Deckung erfolgen. Dies ist umso wichtiger, um ggf. eine erforderliche Nachbestrahlung ohne Verzug durchführen zu können.

Auch nach orthopädischen Operationen wie z.B. einem Kniegelenkersatz kann es gelegentlich zu einer Wundheilungsstörung mit Infektion kommen. Auch hier können plastisch-chirurgische Rekonstruktionen eine schnelle Abheilung bewirken.

Diese Operationsverfahren kommen im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit sowohl in unserer Klinik als auch in den Krankenhäuser unserer Kooperationspartner in Fürth, Ansbach und Roth bei tumorbedingten (onkologischen) oder unfallbedingten (traumatologischen) Eingriffen zur Anwendung. Die nahezu uneingeschränkten Möglichkeiten der Defektdeckung, ggf. unter Anwendung mikrochirurgischer Verfahren, erlauben ein kompromissloses Vorgehen in der Tumorchirurgie. Im Bereich der Traumatologie wurde die Versorgung von Extremitätenverletzungen mit ausgedehntem Weichteilverlust erheblich verbessert.

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